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Historischer Ortskern


Weit älter als aller Häuserbestand ist die Geschichte des Ortes Züschen und seiner Freigrafschaft mit ihren berüchtigten Freistühlen.

 

Wegen der unmittelbaren Grenzlage zwischen den Völkerschaften der Sachsen und Franken und wegen seiner im Frühmittelalter bedeutsamen Erreichbarkeit am Fuße der verbindenden Königsstraße zählt die wohl einmal mit einem natürlichen Burgring ausgestattete Ansiedlung zu den ältesten Orten im Hochsauerland südlich des Rothaarkamms. Der Ort der als “Tuscene” im 793 angelegten Privilegienbuch des Klosters Werden (a. d. Ruhr) in Erscheinung tritt, war Mittelpunkt der gleichnamigen, einmal blühenden Freigrafschaft eben dieser karolingischen Gründertradition und hat –darauf weisen erhalten gebliebene Bezeichnungen hin- den fränkischen Königen und ihren Mannschaften auf ihrem Zug zu den Sachsen als Versorgungsstation gedient. Beginnend mit ersten Absplitterungen und dem späteren Zugriff des Kölner Erzbischofs auf die Grafschaft, der mit der Gründung der kölnischen Städte Hallenberg und Winterberg im 13. Jahrhundert einherging, setzten sich über Jahrhunderte die Streiterein zwischen Köln und dem gräflichen Adel wegen des hoheitlichen Machtanspruchs fort.



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